Reimers Reisemobil GmbH

Solar-Anlagen

Die Stromversorgung über die Sonne mittels einer Solaranlage zählt unter Reisemobilisten zu der am häufigsten verwendeten Methode. Im Grunde wird bei uns kaum ein Fahrzeug ohne Solar verkauft. Auch wir haben in den zahlreichen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die Vorteile gegenüber anderen Stromerzeugern liegen auf der Hand:

  • Die Solaranlage muss weder ein- noch ausgeschaltet oder permanent überwacht werden
  • Die Anlage beginnt bereits mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen zu arbeiten und hört abends mit der Dämmerung wieder auf
  • Keine Lärmbelästigung, kein Gestank (freut den Stellplatznachbarn)
  • Kein Stauraumverlust
  • Oft preiswert in der Anschaffung, bestes Preisleistungsverhältnis

Oft wird in den Morgen- und Abendstunden mehr Strom benötigt, was die Solaranlage dann mit der Mittagssonne optimal wieder ausgleichen kann. Der einzige Nachteil: Es lassen sich keine größeren Stromverbraucher betreiben, bestes Beispiel ist die Dachklimaanlage. Hierfür ist selbst die Leistung einer groß-ausgelegten Anlage nicht genug. Da die Module keine 230V bringen, wird ein zusätzlicher Wechselrichter benötigt, um größere Verbraucher wie Kaffeemaschinen oder Föhn betreiben zu können.

Funktionsweise von Solar-Modulen

Viele Reisemobilisten haben eine Solaranlage und wissen genau, unter welchen Bedingungen die Anlagen wieviel Energie liefert. Aber nur wenige wissen, wie die Spannung in den Modulen entsteht. Allzu weit möchten wir hier nicht ins Detail gehen, im groben funktioniert das wie folgt:

Zwei Halbleiter liegen als Schichten übereinander. Die obere, dünnere Schicht ist die negative während die untere die positive ist. Die Photonen des Sonnenlichtes gehen durch die obere hindurch. Erst in der unteren Schicht verlieren die Photonen ihre Energie und geben sie in der sogenannten Raumladungszone an ein Elektron ab. Das bewegliche Elektron folgt dem inneren elektrischen Feld und gelangt zu den Metallkontakten. Durch angeschlossene Verbraucher (Batterien) wird der Stromkreis geschlossen und das Elektron fließt über den Verbraucher, wo es seine „Energie“ quasi ablädt, wieder zum Rückseitenkontakt der Solarzelle zurück in die Raumladungszone.

Modul-Arten

Das Grundmaterial für Solarzellen ist Silizium. Je nach Kristallaufbau unterscheidet man zwischen verschiedenen Typen, die bekanntesten zwei wollen wir kurz vorstellen:

Monokristalline Zellen

Sie bestehen aus einkristallinen Siliziumscheiben, wie sie auch für die Halbleiterherstellung verwendet werden. Sie sind in der Produktion aufwändiger als polykristalline Zellen. Im Gegensatz zu den unten genannten Modulvariante bringen Monokristalline Solarplatten auch bei schwächerer Sonneneinstrahlung oder Teilbeschattung noch Energie.

Polykristalline Zellen

Diese bestehen aus Scheiben, die nicht überall die gleiche Kristallorientierung aufweisen. Sie können z.B. durch Gießverfahren hergestellt werden und sind in Photovoltaikanlagen am häufigsten zu finden. Die Verbreitung ist aber eher auf den Preis zurück zu führen.

Automatisch ausrichtende Solar-Anlagen

In der Regel werden die Solarplatten fest auf dem Dach montiert. Einen besseren Wirkungsgrad haben jedoch Anlagen, die dem Sonnenlauf automatisch folgen. Diese Anlagen sind auf einem Untergestell montiert, das den von vollautomatischen Sat.-Anlagen sehr ähnlich ist. Die Ausrichtung erfolgt nur nicht nach dem Satellitensignal, sondern nach dem maximalen Stromertrag.

In der Praxis werden diese Anlagen, die gut den doppelten Wirkungsgrad erreichen, selten verwendet, da sie fast das Dreifache einer fest montierten Anlage kosten. So lässt sich auch einfach ausrechnen, dass man insgesamt eine höhere Ausbeute hat, wenn der Preis einer selbstausrichtenden Anlage in feste Platten investiert wird. Voraussetzung bei dieser Betrachtung ist natürlich genügend Dachfläche.

Bei dieser Kosten/Nutzen Betrachtung ist noch nicht einmal berücksichtigt, das die Stellmotoren der selbstausrichtenden Anlagen natürlich auch selbst Strom verbrauchen.

Wir als Spezialist

Wir sind schon immer Vorreiter in vielen Technik-Bereichen gewesen. Auch die Solar-Anlagen sind ein bei uns ein nie endendes Thema. Unsere Mitarbeiter arbeiten ständig daran, den Solar-Ertrag weiter zu maximieren.

Aktuell verbauen wir Hochvolt-DC-Solaranlagen. Was das genau heißt? Die Anlagen bringen durch Reihenschaltung über 100V, Standard sind im Normalfall 12V. Der MPPT-Solarladeregler kann deutlich besser auf äußere Einflüsse reagieren und selbst bei geringster Sonneneinstrahlung fängt der Regler durch die höhere Spannung an zu arbeiten. Natürlich werden hier ganz andere Systeme benötigt, um mit Strömen dieser Größenordnung umgehen zu können. Sehr gute Erfahrung haben wir mit dem Mastervolt-MPPT-Regler SCM 60 gemacht. Dieses System lässt sich bei allen größeren Fahrzeugen verbauen und kommt mit sehr hohen Leerlaufspannungen zurecht. Concorde Fahrzeuge haben sogar noch einen weiteren Vorteil: Da der Regler Bus-System Vernetzt ist, kommuniziert er direkt mit dem werksseitig verbauten Mastervolt Systemen. Somit sind alle verbauten Systeme bestens kompatibel und sorgen so für den größtmöglichen Ertrag.

Da wir generell sehr schmale 100W Module verbauen, passen oft 600W auf Fahrzeuge, die bereits mit Dachklimaanlagen, Lüfter und großen Dachluken ausgestattet sind. Oft gleicht es einem Tetris-Spiel die Module sinnvoll auf dem Dach zu verteilen.